Deep Dive Bayreuth #4 Mikroplastik beim Radfahren
Shownotes
In dieser Folge geht es darum, wie viel Mikroplastik wir durch Fahrradfahren wirklich in die Umwelt tragen – und warum das Thema weit mehr als nur ein Randproblem ist. Wir sprechen offen darüber, wie selbst umweltbewusstes Verhalten unerwartete Folgen haben kann und wie die Wahl der Reifen und das eigene Fahrverhalten den ökologischen Fußabdruck beeinflussen.
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00:00:02:
00:00:10: Hallo und herzlich willkommen zur vierten Folge von Deep Dive Bayreuth, der Podcast, der unter die Oberfläche der Forschung an der Uni bayreuth schaut.
00:00:19: Heute habe ich hier jemanden, der macht eine Forschung zu einem Themengebiet das vielleicht viele in ihrer Freizeit schon mal beschäftigt hat oder zumindest in irgendeiner Art und Weise sich damit schon mal auseinandergesetzt haben.
00:00:35: Um was geht's heute eigentlich?
00:00:37: Ja, heute soll es um Mikroplastik gehen und wie wir eigentlich dazu beitragen dass Mikro-Plastik bei der Nutzung von Produkten in die Umwelt gehen kann und was man vielleicht da berücksichtigen muss oder beachten muss und wie man vielleicht seinen eigenen ökologischen Fußabdruck ein bisschen verdingern könnte.
00:00:59: Ja, dann können wir heute ja alle ein bisschen etwas lernen.
00:01:02: Dann stelle ich doch mal vor wer sitzt mir heute hier gegenüber?
00:01:05: Ich bin der Fabian Sommer.
00:01:07: Ich bin Doktor Rand an der Professor für Sportökologie und mein Forschungswerpunkt ist Mikroplastikabrieb von Fahrradreifen.
00:01:17: mit dem Thema beschäftige ich mich jetzt schon auch seit über dreieinhalb Jahren genau und versuche hier rauszufinden wie viel wir eigentlich über unsere Fahrrad Reifen an Mikro Plastik generieren Und vielleicht, ob es auch Lösungsansätze gibt, um das ein bisschen zu verringern.
00:01:33: Okay, Mikroplastik in der Natur ist natürlich ein Thema, dass viele Leute immer mehr auch im Bewusstsein haben.
00:01:39: Fahrradabrieb ist natürlich sehr speziell – wie bist du denn zu diesem Themenbereich gekommen?
00:01:45: Meine Idee war so, dass in der Forschung werden häufig Umweltproben genommen.
00:01:51: Man findet Partikel und versucht hier anhand der Struktur der Kunststoff herauszufinden, okay das kommt wahrscheinlich von dem und dem Produkt oder dem und den Produkt.
00:02:03: Also wenn ich Produkt spreche jetzt zum Beispiel Textilien oder eben Reifenmaterial oder Verpackungsmaterial aber man kann es eigentlich nicht genau zuordnen.
00:02:14: also vor allem bei Reifen ist interessant welches Fortbewegungsmittel war jetzt da eigentlich beteiligt daran?
00:02:21: Und ich dachte mir dann als interessierter Fahrradfahrer Ich war sehr ungern Auto.
00:02:28: Dann wollte ich mal sehen, okay es wird da immer von der Reifenpartikeln gesprochen aber es wird eigentlich nie spezifiziert.
00:02:35: von wo kommen eigentlich diese Gummipartikel?
00:02:38: und übers Fadert konnte ich gar nichts finden.
00:02:41: also keine Studie die das wirklich quantifiziert hat.
00:02:44: und so ist dann eigentlich meine Doktorarbeit geboren worden.
00:02:48: Du sagst Sportökologie ist der Lehrstuhl an dem du arbeitest Mikroplastik und Sport Hat man jetzt nicht immer unbedingt so gemeinsam auf den Fokus, kommst du dann eher aus dem Sportbereich oder aus der Chemie?
00:03:00: Ich komme aus der Ökologie.
00:03:02: Also ich bin eigentlich Biologe und habe dann Ökologien- und Biodiversität studiert beides in Innsbruck und war schon immer sehr sportinteressiert.
00:03:12: und in Innesbruck ist es so dass man sich halt viel in den Bergen aufhält und wir haben dann unter anderem uns Gewässer angeschaut in den Gebirgen und wir haben uns aber auch Skigebiete angeschauden.
00:03:24: Wir haben uns Schmelzwasser angeschauert, und da haben wir dann gesehen – und auch Forscherinnen aus der Uni Innsbruck -, dass man eben Mikroplastikpartikel dort findet also sowohl in den Skigebieten als auch in vielen entlegenären Gebieten der Alpen.
00:03:42: Und für mich war das naheliegend okay, das müsste ja eigentlich schon so mit dem Skibetrieb zusammenhängen.
00:03:48: Und das war so der Bogen.
00:03:49: dann zu Mikroplastikforschung und meinem Interesse auf jeden Fall daran, sich damit noch mehr zu beschäftigen.
00:03:56: Das heißt ja eigentlich, wenn man denkt ich bin sehr gut für die Umwelt unterwegs, ich nehme das Rad, bringt man trotzdem die Mikro-Plastikartikel jetzt in die Natur?
00:04:07: Soll man da gar nichts mehr... also sportlich tun oder verlieren wir auch an den Touren schon ohnehin was?
00:04:12: und deshalb ist es eigentlich schon wurscht!
00:04:14: Ja, also auf keinen Fall nicht mehr Radfahren.
00:04:17: Sondern das wird natürlich immer die Frage wie fremd man dann auch so seine Ergebnisse und wie kommuniziert man die?
00:04:24: Und am Anfang hatten viele Stakeholder aus dem Fahrradbereich auch Angst als sie von der Forschung gehört haben dass es jetzt eben gegen das Fahrrad fahren sein soll.
00:04:36: aber man muss natürlich auch diese Emissionen relativ sehen.
00:04:39: Also wie viel imitierten Fahrrad Wie viel emitiert dann eigentlich ein Auto oder eben auch die Schuhsohlen?
00:04:45: Also das sind alles Faktoren, die man vergleichen kann.
00:04:49: Und es ist einfach so mit allem was wir tun hinterlassen wir Spuren.
00:04:52: also ob wir jetzt halt die Nahrungsmittel wählen oder die Ob wir in das Gewässer zum Schwimmen gehen und vorher uns einkremen oder nicht.
00:05:02: Wenn wir wieder zum Sportbezug kommen und dem schwimmen z.B.
00:05:07: Ich sehe das immer als ein Trade-off Welche Fortbewegungsmethode soll ich jetzt zum Beispiel wählen?
00:05:15: Oder brauche ich jetzt unbedingt Jacken aus dem und dem Material?
00:05:21: oder kann nicht mehr vielleicht ein nachhaltigeres Material wählen, was vielleicht nicht behandelt ist mit Thema PFAS.
00:05:29: Und man soll nicht aufhören einfach alles zu machen, was einem Spaß macht sondern sich vielleicht ein bisschen mehr Gedanken machen, auswirken kann und dann für sich so einen Weg finden, mit dem man leben kann.
00:05:42: Ja ich glaube da bist du schon auf der Spur wohl viele in der jüngeren Generation oder auch viele unserer Studierenden im Campus gedanklich sind.
00:05:53: Man möchte nicht alles zurücknehmen und trotzdem umweltbewusst leben.
00:05:57: wenn du da jetzt ein Vergleich ziehen müsstest zwischen Auto hast du selber gesagt fährst du nicht gerne?
00:06:03: und Fahrrad?
00:06:04: Ein Auto hat nicht nur Reifenabdrieb, aber wahrscheinlich auch mehr als ein Fahrrad.
00:06:08: Und gleichzeitig Emissionen.
00:06:09: gibt es da irgendwie eine Zahl zehnmal so schädlich?
00:06:12: oder kann man das irgendwie so einordnen?
00:06:14: Also was die Menge an imitierten Mikroplastik angeht, da gibt's eine Zahl.
00:06:19: also in meiner ersten Studie sind wir auf drei Komma sechs Gramm pro hundert Kilometer mit einem Mountainbike Reifen gekommen.
00:06:27: Beim Auto gibt's mehrere Studien, die verschiedene Methoden benutzen um das ganze zu messen.
00:06:33: Eine vergleichbare Studie ist auf zwölf Gramm pro hundert Kilometer gekommen im Vergleich zu unseren drei Komma sechs Gramm und also wir sind schon mal
00:06:44: bis viermal so viel drin.
00:06:45: Genau, Wir sind schon Mal viel geringeren Bereich.
00:06:48: natürlich hatten wir jetzt einen sehr grobstolligen Reifen in der ersten Studie.
00:06:51: aktuell habe ich die ersten oder die fertigen Ergebnisse einer zweiten Studie Die aber noch nicht publiziert sind.
00:06:57: Und bei weniger grobstolligen reifen Also Mit sehr flachem Profil oder gar kein Profil bei Rennradreifen sind wir noch in einer viel geringeren Dimension.
00:07:08: Also als Mobilitätsmittel schlägt das Fahrrad auf jeden Fall, also nicht nur was die CO²-Emissionen während der Fahrt angeht – das Auto!
00:07:17: Umlängen?
00:07:18: Ja!
00:07:19: Hat dein Fahrverhalten sich dadurch verändert?
00:07:22: Nimmst du jetzt nur noch das Rennrad?
00:07:24: Ich fahre generell nur Rennerat.
00:07:26: Wir haben uns aber am Anfang für einen Mountainbike-Reifen entschieden, weil der naturnah benutzt wird.
00:07:32: also hier fährt man öfter mal in naturnahen.
00:07:35: von natürlichen Gebieten kann man meistens nicht mehr sprechen Aber in Naturnahengebieten.
00:07:39: Also haben die Partikel auch einen kürzeren Weg um In die Umwelt und auch in den Organismen zu gelangen.
00:07:45: Deswegen hatten wir uns erstmal ein Mountainbike Reifen angeschaut.
00:07:49: Aber was wir jetzt in der zweiten Studie auf jeden Fall gesehen haben ist dass Hier schon ein Hebel als Verbraucher hat, indem man den Reifen wählt der für den eigenen Zweck am besten geeignet ist.
00:08:01: Dass man hier auch schon innerhalb des Fahrradfahren seine Mikroplastik-Emissionen verringern kann weil man im Stadtverkehr auf jeden Fall keinen grobstolligen Reifen braucht sondern da einfach ein flaches Puffi erreicht.
00:08:12: und was ist das Ziel deiner Studie dann?
00:08:14: Also du hast jetzt vorhin gesagt du promovierst jetzt so drei Jahre hier.
00:08:19: Das heißt, das geht jetzt ja wahrscheinlich im Ende entgegen?
00:08:21: Was ist denn unterm Strich?
00:08:23: Was soll denn rauskommen?
00:08:24: oder wo nachschaut es denn aus?
00:08:26: Also ich arbeite seit dreieinhalb Jahren an dem Thema und ich tue mich immer ganz schwer bei Studien die Umweltproben nehmen.
00:08:33: also ich gehe auch immer bei mir als Verbraucher aus.
00:08:36: Ich würde eigentlich gern wissen wie kann ich dann jetzt verringern dass dass ich Mikroplastik in die Umwelthage und ein großes Ergebnis ist eben schon dieser Vergleich mit dem Auto für mich dass ich jetzt aus der Sicht der Mobilität sagen kann.
00:08:49: Hey, Fahrrad ist noch besser als das Autofahren und einfach einen klareren Blick in diesen globalen Mikroplastik-Kreislauf zu bringen.
00:09:01: Wenn man immer nur Umweltproben hat und weiß nicht genau wo kommt es dann eigentlich alles her, dann hat man eigentlich keinen Interventionspunkt.
00:09:09: aber wenn man weiß, wo kommt wie viel her?
00:09:13: Wo ist der größte Hebel, dass wir Emissionen verlängern können und dann letztendlich weniger Mikroplastik in die Umwelt tragen können?
00:09:20: Das ist so das Ziel dieser Forschung.
00:09:22: Und ich tag halt einen kleinen Baustand dazu bei.
00:09:25: Deine Forschung beschäftigt sich in einem Real-Life-Setup.
00:09:28: Was kann man sich denn darunter vorstellen?
00:09:31: Also wir haben wirklich eine probanten Studie durchgeführt um diesen Abheb zu messen.
00:09:35: Wir haben die Reifen im neuen Zustand gemessen quasi das Gewicht gemessen der Reifen, nachdem wir sie aber getrocknet haben um so Faktoren wie Luftfeuchtigkeit Feuchtigkeit in einem Gummi auszuschließen.
00:09:51: Haben dann Personen mit den Reifen ausgestattet und haben sich einfach ihre normalen Wege im Alltag oder auch in der Freizeit mit dem Fahrrad fahren lassen und diese Fahrten aufzeichnen lassen.
00:10:01: Und so haben wir ein wirkliches Nutzungsszenario und kein gestelltes Labor-Szenario wo einfach ideale Bedingungen sind oder subideal weil Sie eben nicht die Realität widerspiegeln.
00:10:14: Bei anderen Forschungen nimmt man den Bodenproben, weiß nicht woher das kommt.
00:10:17: Das heißt ihr brauchtet gar keine Bodenprobe in dem Fall sondern ihr konntet quasi Reifen vorher reifen nachher als Beweismaterial verwenden?
00:10:25: Genau unterreifen zwischendrin.
00:10:26: also wir haben auch häufiger gemessen um auch den Verlauf beobachten zu können wie dann der Ablebsich verhält über den Verlauftennutzung.
00:10:34: Bodenproven können sowas nicht zeigen und zum Beispiel auf dem Prüfstand.
00:10:39: eine Laborstudie zeigt es auch wirklich nicht an, weil die Reifen nicht der Witterung ausgesetzt sind.
00:10:46: Das ist meistens ein sehr monotones Fahrverhalten ist.
00:10:50: Auch wenn versucht wird zu Bremsvorgänge zu simulieren und Kurvenvorgange zu simulationen aber... Die wirkliche Nutzung zeigt halt auch was wirklich passiert.
00:11:02: Und?
00:11:02: Was bringt das?
00:11:04: Wenn man jetzt sagt umweltschutz dann sehe ich immer eigentlich Umweltschutz als Selbstschutz.
00:11:10: also wir benötigen eine intakte Umwelt, um auch selber so weiterleben zu können wie wir es aktuell tun.
00:11:17: Im besten Fall besser weiter leben als wir es aktualtun.
00:11:20: Durch diesen Umweltschutz kann man eben seine eigene Lebensgrundlage schützen.
00:11:24: also am Ende bringt das allen was sowohl unmittelbar als auch auf längere Sicht für zukünftige Generationen.
00:11:32: und hier einfach genauer zu verstehen was wir bewirken können sowohl im positiven als auch negativen Für uns Und für die Umwelt, das sehe ich so als das große Ganze bei der Sache.
00:11:45: Ich bin da schon immer sehr in Bezug zu unserer Gesellschaft und nicht nur allein das Ökosystem, die Natur.
00:11:55: Ach, und das ist spannend?
00:11:58: Ich würde gern Natur verstehen und ich würde gerne die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur verstehen oder einen positiven Beitrag kandidieren können dass wir das Ruder noch einfach rumreißen können und unser Umwelt so erhalten können, dass es uns weiterhin auch gut geht als Gesellschaft.
00:12:20: Und hast du das Gefühl, dass deine Forschung diesen positiven Beitrag bringt?
00:12:24: Teils teils!
00:12:25: Also wie frame ich denn meine Ergebnisse?
00:12:28: und mir ist die Kommunikation der Ergebnisse wichtig und dass sie richtig kommuniziert werden.
00:12:33: Es kann natürlich sein, dass jemand nur ganz plump die Ergebnisse nimmt und sagt ja, Fahrrad imitiert auch Mikroplastik oder man bringt das eben in den Kontext, dem wir vorhin hatten.
00:12:46: wie ist es denn im Vergleich zu anderen Mobilitätsmethoden?
00:12:49: und wenn das richtig kommuniziert wird dann glaube ich schon dass es einen positiven Beitrag dazu tragen kann.
00:12:55: Und ich bekomme auch von der Industrie positives Feedback über die Forschung weil sie das Thema schon immer so mitschwingen hatten bei sich.
00:13:05: aber es gab noch nie wirklich dichhaltige Zahlen Und die haben sie jetzt eben.
00:13:11: Jetzt mit der neuen Studie auch im Vergleich verschiedener Fahrradreifentypen und es ist auf jeden Fall ein Denkanstoß, der vielleicht das Design unter dem Materialwahl bei den Reifen verändern wird und hier noch weniger Abrieb bei einem Fahrrad generieren kann und vielleicht fühlt sich aber auch die Autoindustrie dadurch motiviert.
00:13:32: Ah!
00:13:32: Jetzt haben wir Zahlen zum Fahrrad.
00:13:34: Vielleicht sollten wir auch schauen dass wir hier das Ganze ein bisschen runterdrücken.
00:13:38: Jetzt hast du gerade gesagt, dass die Fahrradindustrie da sehr offen reagiert hat.
00:13:45: Arbeitest du da auch mit Entwicklern zusammen, die sagen anhand dieser Ergebnisse können wir das nochmal noch weiter reduzieren?
00:13:52: Genau ich war mal vor Ort bei einem Reifenhersteller und wir hatten darüber gesprochen was es denn für Optionen geben könnte.
00:14:01: natürlich ist es immer Wenn man sich darauf bezieht bei den Reifen, ist es so dass das Design ja häufig schon einen Grund hat.
00:14:13: Also warum habe ich ein sehr grobstolliger Reifen?
00:14:16: Allerdings gibt's dann da kleine Bereiche wo mir gesagt wurde, das könnten wir vielleicht noch anpassen.
00:14:24: Wir hatten auch gesehen, dass zum Beispiel sehr scharfe Kanten bei Roben Profilen sich relativ schnell abfahren.
00:14:30: Das heißt dieser Performance-Vorteil den der Hersteller nicht einbußen möchte ist teilweise relativ kurz.
00:14:37: Das heisst bei dem Otto Normalfaber vielleicht gar nicht so wichtig wenn im Profis vielleicht wichtiger.
00:14:42: oder auch der Ansatz bei der Produktion du kennst vielleicht diese Herrchen auf der Lauffläche bei ganz neuen Reifen.
00:14:51: Das ist eigentlich nur ein Artefakt.
00:14:52: Bei der Herstellung, beim Vulkanisierungsprozess muss aus dieser Form Luft austeten können und überschissiges Reifen gummiert hat dann da auch raus und bleibt eben an dem Reifen dran.
00:15:03: Und wir hatten das vor Ort gemessen bei den Reifenherstellern und es war schon einen Gramm pro Reifen was man tätig, wenn man den Produktionsprozess noch weiter optimiert dass diese Hechen entfernt werden auch nochmal die Emission verringern könnte.
00:15:17: Das heißt, dann würden die Herrchen gar nicht erst in die Umwelt gelangen, wenn man sie vorher quasi abschneidet oder in irgendeiner Art und Weise entfernt.
00:15:24: Genau!
00:15:24: Und man hat überhaupt keinen Performance-Einbußen, weil die bringen gar nichts mit, sind einfach nur übrig bei der Produktion.
00:15:30: Es wäre ein weiterer Schritt in der Herstellung aber dafür wäre es ein Umweltschutzfaktor.
00:15:35: Von meinem Verständnis her gehe ich davon aus dass ein Reifen am Anfang mehr Abriebheit als am Schluss, da ist noch mehr da was weg kann.
00:15:43: Stimmt das?
00:15:44: Oder ist das so eine gerade Linie?
00:15:46: Nee, das stimmt genau.
00:15:48: Also diese Hörchen fahren sich zuerst mal sehr schnell ab die scharfen Kanten von einem Profil fahren sich erst einmal schneller ab und irgendwann haben wir dann so einen Punkt erreicht was jetzt zumindest die Daten der ersten Studie zeigen.
00:16:03: dass wird dann so ein monotones Abrebsverhalten haben also am Anfang relativ stark Dann flacht die Kurve ab und bleibt relativ gleichmäßig
00:16:12: Und dann hat man schon so viel abgefahren, dass es eigentlich schon nicht mehr verkehrstauglich wäre.
00:16:17: Also wir sind gar nicht bis zum End of Life gekommen bei der ersten Studie.
00:16:25: Der Reifen, der die meisten Kilometer hatte, glaube ich, eine thousand sechshundert Kilometer und das war auf jeden Fall nur nicht das End-of-Life von diesem Mountainbike-Reifen.
00:16:35: Bei der zweiten Studie kann ich jetzt schon mal sagen, dass man auch Rennartreifen über viertausend Kilometer fahren kann noch funktionieren.
00:16:42: Und immer noch abrieb machen?
00:16:44: Machen immer noch Abrieb, genau aber sind noch verkehrstauglich.
00:16:48: generell auch durch dieses Abriebsverhalten.
00:16:50: auf jeden Fall die Empfehlung den Reifen bis zum Ende zu fahren so lange man ihn fahren kann weil eben dann in der späteren Nutzungsphase der Abrieb verhältnismäßig runtergeht.
00:17:00: Ein kleiner Ausblick vielleicht in die Zukunft wenn du jetzt schon Richtung Ende der Promotion steuerst Siehst du dich weiterhin in der Forschung oder kannst du dir tatsächlich vorstellen, dann vielleicht in der Fahrradproduktion Reifenanalyse in irgendeiner Art und Weise auch tätig zu sein?
00:17:17: Spannend finde ich auf jeden Fall Forschung im Bereich der Industrie.
00:17:21: Also möglichst nahe mit der Anwendung, mit den Produzenten, mit der Industri zu arbeiten um quasi diese Erkenntnisse auch direkt in die Anwendung zu bringen.
00:17:34: Das finde ich besonders spannend, weil es kommen mehr Fragen auf... also wie bei den meisten Forschungsbereichen vor allem so jungen Forschungsbereichen kommen dann meistens immer mehr Fragen aus als sich geklärt haben in der Zeit der Promotion.
00:17:49: und da gibt's noch einige Sachen, die ich mir gerne anschauen würde allerdings gerne in sehr nahem und kleinen Austausch mit der Industrie damit man vielleicht möglichst schnell auch schon Ergebnisse in der Anwendung sieht.
00:18:03: Das finde ich sehr spannend!
00:18:04: Ja, dann kann man den Impact eigentlich direkt messen.
00:18:06: Das ist natürlich schon schön.
00:18:08: Jetzt ist Sportökologie ja schon ein interdisziplinärer Fachbereich.
00:18:13: trotzdem die Frage noch wenn du dir jemandem vom gesamten Campus wünschen könntest mit dem du gerne mal zusammenarbeiten würdest sei das jetzt jemand aus der Ethik oder Philosophie oder Ingenieure Gibt es irgendeinen Fachbereich für den Sport dazu werden?
00:18:27: Austausch mal noch ganz cool, weil das vielleicht ein neues Licht auf meine Arbeit wirft?
00:18:32: Ja also es gibt viele spannende Bereiche.
00:18:35: Für mich ist immer spannend auch wenn's darum geht Handlungsempfehlungen zu geben so der Ethik-Bereichspannend.
00:18:43: Also wann grenztest schon an Bevormundung was man vielleicht dann empfiehlt?
00:18:49: Für mich natürlich.
00:18:50: was jetzt aber dann wieder naheliegend da sind die Sporttechnologen.
00:18:54: Also vielleicht mal wirklich neue Materialien, die jetzt einen Reifenhersteller vielleicht nicht zur Verfügung hat auszutesten um neue Reifen zu machen oder neues Design einfach mal auszutesten.
00:19:06: Das finde ich natürlich sehr spannend.
00:19:09: ja das ist eigentlich ein Bereich den ich interessant finde und mit also wir arbeiten auch schon mit.
00:19:17: der Lehrstuhl heißt Tierökologie von Professor LaForge.
00:19:21: Die beschäftigen sich viel mit Mikroplastik.
00:19:23: hier, haben wir aber schon angefangen eine Zusammenarbeit bzw.
00:19:27: ein Forschungsthema zusammen zu behandeln und schauen uns jetzt auf Trails.
00:19:32: dort sind mal Bodenproben an und schauen wie viele Partikel finden wir da eigentlich?
00:19:37: Die Campus Uni bietet auf jeden Fall viele Möglichkeiten dass man dieses Thema in ganz verschiedene Richtungen denken könnte.
00:19:43: Meistens kommt der Denkanstoß dann eben aus dieser Richtung weil die einen anderen Blickwinkel auf das Thema haben.
00:19:49: Da bin ich jetzt dann vielleicht doch schon zu sehr in dem Tunnelblick.
00:19:52: Naja, vielleicht hört ja jemand den Podcast und denkt sich, oh, ich hätte da mal was dazu sagen.
00:19:56: Also vielen Dank Fabian dass du da warst, dass du dir die Zeit genommen hast mit mir darüber zu sprechen.
00:20:01: Vielen Dank das ich dasehn durfte!
00:20:03: Das war die heutige Folge Deep Dive bei Reut.
00:20:05: Schön, dass ihr so lange dran geblieben seid.
00:20:07: Und wenn ihr auch die nächste Folge nicht verpassen wollt, dann abonniert uns gerne in eurem Lieblings-Podcast Player Oder schaut gerne in den Social-Media-Kanälen der Uni Bayreuth vorbei.
00:20:17: Dort informieren wir euch immer, wenn eine neue Folge erscheint!
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